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Katarakt oder krankhafte Linsentrübung?

„Würden wir hundert Jahre alt, hätten wir alle den Grauen Star“, prophezeit Dr. Georg Mehrle, Sprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands. Denn der altersbedingten Linsentrübung – die Mediziner sprechen von einer Katarakt – vorzubeugen, sei nicht möglich.

Beim grauen Star oder Katarakt sieht der Patient durch eine leichte Trübung, die im Laufe der Zeit zu einem immer stärkeren Schleier wird. Dies ist in den meisten Fällen auch mit einer höheren Blendempfindlichkeit verbunden. Die Ursache ist die Eintrübung der von Natur aus klaren Linse. Bedingt ist diese Eintrübung durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, chronische Augenentzündungen, Verletzungen des Auges, Medikamenten und entsprechenden Krankheiten.

Der Betroffene bemerkt diese Linsentrübung nicht sofort, denn das Sehen ist zunächst nicht beeinträchtigt. Die Augen gewöhnen sich allmählich an die Veränderungen, die über einen langen Zeitraum stattfinden. Dann wirken Konturen plötzlich unscharf und verzerrt. Kontraste verlieren an Schärfe und Farben an Leuchtkraft. Helles Tageslicht blendet, ebenso wie herannahende Scheinwerfer von Fahrzeugen bei Nacht.

In der Augenheilkunde wurden in den vergangenen 15 Jahren bahnbrechende Operationsmethoden entwickelt, die heute den grauen Star fast „harmlos“ machen. Bei der sogenannten PHACO-Operation wird die getrübte Linse entfernt und durch eine neue Intraocularlinse (IOL)ersetzt. In vielen Fällen kann diese Operation ambulant durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die Operation selbst nur wenige Minuten dauert und der Patient anschließend wieder nach Hause entlassen werden kann. Möglicherweise erhöhen auch Rauchen und UV-Strahlen das Risiko, an einer Linsentrübung zu erkranken.

Den richtigen Zeitpunkt für die Operation bestimmt der Patient in Absprache mit seinem Augenarzt selbst, es kommt aber einerseits auf die Beeinträchtigung des Sehvermögens und andererseits auf die Anforderungen im Beruf oder in der Freizeit an. Fühlt er sich seinen täglichen Sehaufgaben gewachsen, ist keine
Eile geboten. Für Autofahrer gelten allerdings andere Maßstäbe, ebenso bei besonderen beruflichen Anforderungen. Mehr als 90 Prozent der Patienten sehen nach dem Eingriff wesentlich besser. Wenn Sie diesbezüglich Beschwerden feststellen, sollten Sie sich einer Untersuchung bei Ihrem Augenarzt unterziehen.

Eine Katarakt-Operation ist ein Routine-Eingriff, der auch noch im hohen Alter möglich ist und selten länger als eine halbe Stunde dauert. Bei 75 Jahren liegt derzeit das Durchschnittsalter derjenigen, die wieder klar sehen wollen. Rund 440 000 Menschen lassen sich hierzulande jährlich ihre natürlichen Augenlinsen gegen Kunstlinsen austauschen. Die Operation zählt zu den weltweit häufigsten und erfolgreichsten chirurgischen Eingriffen.